Hier kann Feilingers Musik teilweise kostenlos heruntergeladen werden. Feilinger wünscht besten Hörgenuss!

Rock ’n’ Roll is scheiße
01 Rock ’n’ Roll is scheiße
Beginnend mit dem Titelsong „Rock ’n’ Roll is scheiße“ wird gleich am Anfang eine ordentliche Prise Energie ausgepackt, wenn Feilinger über den Mangel an echtem Rock’n’Roll in den heutigen Mainstream-Charts singt und dabei gekonnt zwischen verschiedenen Rhythmen des altbekannten Rock’n’Rolls mäandert und diese miteinander verschmelzen lässt. Dennoch ist das Lied auch an manchen Stellen durchaus überspitzt formuliert und darf gerne etwas schmunzelnd aufgenommen werden. Ein wenig Ironieverständnis sollte beim Textverstehen helfen.
Nicht minder energiegeladen geht es weiter mit dem Party-Rocker „Bacardi Cola“, der Feilinger schon seit Jahren als Stimmungsheber während der Live-Shows gedient hat. Ausgehend von einer wahren Geschichte zeichnet Feilinger hier das abstrakte Bild eines alkoholgetränkten, Anfang-Zwanzig-Jährigen Lebensgefühls, das so in etwa im Burgenland vor einiger Zeit seine Fügung fand. Es umschreibt die Höhen und Tiefen des Exzesses, das aufgeputschte Gefühl von Freiheit, die Magie der Frechheit und den Reiz des schnellen Glücks auf seine ganz eigene Weise. Mehr kann (und will) man (Feilinger) dazu auch nicht sagen.
Von einer ganz anderen Seite zeigt sich Feilinger daraufhin bei „Manches Mal“: Ein ruhiger Song, ganz ohne „Honig und Schnickschnack“ sondern die pure Aura des Stücks kommt hier in einem ganz minimalistischem Gewand zum Vorschein.
Ein Lied zum Tagträumen, Schlendern, Lauschen, Loslassen und Verändern. Während die leisen Töne von Manches Mal ausgeklungen sind, kracht das Riff von „Irgendwas wird bleiben“ plötzlich über einen herein und spendet den Zuhörerinnen und Zuhörern eine überwältigende Prise Hoffnung und Zuversicht. Hier zeigt sich Feilinger von seiner biergetränkten spirituellen Seite und ist sich ganz sicher, dass eben irgendwas bleiben wird – was das auch immer sein mag. Stilistisch erinnert das Stück teilweise an die Beach Boys (gegen Ende) oder an Bruce Springsteen, während das prägnante Haupt-Riff schwer in eine Genre-Schublade zu stecken bzw. mit einem Vorbild zu vergleichen ist. Gleichzeitig bricht das Lied das gängige „Strophe-Refrain- Strophe- Refrain- Middle 8 – Refrain – Schema“ und besteht lediglich aus Strophe – Refrain-Middle 8- Refrain und Outro – und funktioniert.
Heiter weiter geht es mit dem Stück „Was du wirklich meinst“, das im Gegensatz zum vorigen Stück, nicht eine sichere Überzeugung, sondern triftige Unsicherheiten einer fulminanten Zweisamkeit thematisiert, die der ein oder anderen Liebelei-Partnerschaft bekannt sein dürften. Ein guter alter Riff-Rock-Song, der beweist, dass Gitarrenmusik zeitlos ist und bleiben wird.
Es folgt ein echter „Hadern“ mit „Ohne dich“, eine ungeschminkte, ehrliche Klavier-Ballade, bei der Feilinger alle unschönen sowie notwendigen Gedanken einer gescheiterten Beziehung in den Raum wirft, offenbart und zusammenfasst. Ein Lied voller Selbstzweifel aber auch voller Selbsterkenntnis und (Weh-)Mut. Ein kurzer Hubert-von-Goisern-Moment rundet die Steigerung der Middle 8 in idealer Weise ab.
Nicht weniger dramatisch geht es weiter mit dem sehr starken Song „Melancholie“ womit sich Feilinger durch die Personalisierung des Begriffs „Melancholie“ auf durchaus gewagtes Terrain begibt. Hierbei geht er gekonnt auf alle relevanten Facetten der Schwermütigkeit ein und lässt die Zuhörerinnen und Zuhörer dennoch nicht allzu trübsinnig, sondern mit einem hoffnungsvollen Gefühl der Schwerelosigkeit zurück. Auf eine besondere lautmalerische Weise tragen Klavier und Gitarre den Gesang durch das Stück und ergeben so eine ungeahnt magische Symbiose, die seinesgleichen sucht.
Mit „Zeit zu gehen“ folgt ein kurzweiliger Popsong, der das Ende einer Liaison heraufbeschwört und dabei ganz und gar nicht kitschig wird. Neben der Grundmelodie sind bei diesem Song besonders das Klavier-Intro und das Outro bemerkenswert eingängig – die Genießenden dürfen sich im Outro außerdem auf eine feine Prise Humor freuen.
Was für Gert Steinbäcker Griechenland ist, ist für Feilinger der Neusiedler See: Zweite Heimat, Kindheit, Gegenwart, Zukunft und an sich ein so großes Thema, dass es für ihn nicht leicht war das Ganze in ein einziges Lied zu packen. Dementsprechend gut gelaunt kommt das Stück „Neusiedler See“ mit Mundharmonika, Schmäh und Sommer-Gitarren-Fills daher und hellt sicher das ein oder andere trübe Gemüt wieder schnellstmöglich auf. Thematisch umschreibt Feilinger sowohl die Topographie und Beschaffenheit des Sees als auch das Lebensgefühl des Landstrichs sowie seine persönliche Verbundenheit mit diesem trüben Gewässer. Ein Stück wie ein Schluck Sankt Laurent.
Zum krönenden Abschluss liefert Feilinger mit „Früher war alles besser“ schärfste Gesellschaftskritik und verhöhnt, übertreibt, zitiert, benennt und kritisiert die allseits gegenwärtigen Verdrängungsmechanismen und Stammtischsprüche, die es offenbar in jeder Generation irgendwann mal gibt. Auch hier wird den Zuhörenden ein starkes Ironie-Verständnis abverlangt. Feilinger‘s Ziel ist es hierbei sicher nicht, verschiedene Altersgruppen gegeneinander aufzuspielen, sondern sie zu vereinen, da die gesammelten Zitate aufgrund ihrer Direktheit doch bewirken könnten, über das ein oder andere Vorurteil noch mal nachzudenken.
Feilinger – Rock’n’Roll is scheiße – Neues Album!
Frohe Nachrichten ereilen die oberfränkische Prärie:
Das neue Album von Feilinger ist endlich fertig und wartet darauf mit bester Konzentration und Inbrunst konsumiert zu werden. Feilinger hat keine Kosten und Mühen gescheut, um immer wieder neue, abwechslungsreiche sowie überraschende Momente zu kreieren, welche die Zuhörenden ratlos, gespannt, rätselnd, begeistert, nachdenklich, edelmütig oder einfach voll entspannt zurücklassen.
Wohl bekomm‘s! Prost.
Feilinger wünscht guten Durst und Appetit beim Durchhören des Albums und freut sich wie Bolle, dass es endlich fertig ist.

Des is Roggen Roll
Beste Zeit ist eine Ode an eine beste Freundschaft – der Einfluss von Springsteen ist hier hörbar. Das Lied weckt auf, verführt zum Mitsingen und zum unkontrollierten „Hupfen“. Beste Zeit vermittelt ein Gefühl eines weingetränkten Sommerabends, an dem alle Weisheiten und Erfahrungen diskutiert und ausgetauscht wurden und man am Ende froh ist, dass es einem so gut dann doch noch geht. Genussempfehlung: Südtiroler Speck, Kaminwurz, Vinschgauer und einen Sankt Magdalener.
Wir in Amsterdam wurde geschrieben mit dem Ziel eine Alternative zu diesem Song namens „Traum von Amsterdam“ zu haben – natürlich mit autobiographischer Note. Ob in München, Hamburg, Amsterdam oder Wien – ist man neu in einem Ort seiner Sehnsucht, verfliegt die Zeit doch immer viel zu schnell und man erlebt Momente, die man eben niemals nicht vergisst. „Wir in Amsterdam“ ist quasi eine Momentaufnahme – mach die Augen zu und stell dir vor, wie du nicht mehr ganz nüchtern die Atmosphäre einer einzigartigen Stadt erlebst und dabei versuchst nicht in einen Graben zu stolpern. Genussempfehlung: Kräuter, Käse, Weißbrot und Trockenpflaumen.
Die fetten Jahre – eine satirische Aneinanderreihung von Zitaten die während der Corona-Pandemie vom Liederschreiber Feilinger aufgegriffen wurden. So erhitzt und kühl zugleich waren damals die Gemüter – zum Glück ist das vorbei. Feilinger bittet um höchstes Ironie-Verständnis und Feingefühl. Genau wie in Pandemiezeiten ist konkret zu diesem Lied ein starker Alkohol von Nöten: Einen Kirschgeist und einen Obazda bitte.
A neue Zeit ist eh eine autobiographische Abrechnung mit der Schulzeit. Besonders stark wird hier der Wunsch ausgedrückt, dass bald das alles endlich vorbei ist. Wenn man wie Feilinger eben einmal den Roggen Roll für sich entdeckt hat, ist die Schule auch nicht im Rückblick die beste Zeit – sondern abgesehen von Pausen, Freistunden und Ferien eine vergeudete Zeit, in der man doch auch die Platten von Gene Vincent und den Beatles hätte hören können. Dosenbier und ein paar Wienerla wären hier angebracht.
Wenn die Sunn aufgeht: Gibt es – neben dem Genuss von ein paar Siedwerscht und an dunklen Seidla– etwa schöneres als einen Sonnenaufgang richtig zu genießen?! Entscheide selbst. Das Lied jedenfalls entspannt dein Gemüt mit Sicherheit, denn die Hoffnung auf den Sonnenaufgang ist hier allgegenwärtig. Wenn die Sonne aufgeht, geht was weiter, dann wird sich was verändern und das ist gut so.
Frei sein – schwierig ist es oft mit diesem Begriff der Freiheit, jeder definiert ihn für sich ein wenig anders und zufrieden ist damit irgendwie niemand. Dieses satirische Lied zeichnet eine grobe Skizze von dem Hadern mit der Freiheit. Freiheit – ein schönes Wort. Zwinkersmiley. Ein Gulasch und ein Seidla Bier wären auch hier dein Elixier.
Felix: Wenn ein Franke ein Jahr in London verbringen will und merkt, dass es den Menschen dort sowohl an gutem Bier als auch an einem gesunden Trinkverhalten sowie einer gesunden Kost wie Krenhaxen, Bratwerscht oder Schäuferla mangelt – ja dann…schauts schlecht aus und er will heim. Ein Lied mit einer echten Geschichte, das versucht das bedrückende Gefühl in einer Stadt ohne Siedwerscht zu verdeutlichen. Hier helfen nur ein Bourbon, ein Scotch und ein Bier.
Langsam aber sicher. So manche Freundschaft geht im Laufe der Jahre auseinander, manchmal recht schnell und manchmal eben so langsam, aber sicher. Wer kann sich mit 17 schon ausmalen, dass man mit manch besten Freund 5 Jahren später einfach so keinen Kontakt mehr hat. Ein Lied, das was mit einem macht. Schonmal Gyrospizza mit Bacardi-Cola verkostet?
Wenn du willst: Eine lockere Ode an die wunderbare sowie fulminante Zweisamkeit – hier kann man wunderbar dazu hupfen, tanzen, die Hüfte schwingen oder wie Feilinger Kneipptreten. Macht gute Laune. Hier kriegt man direkt Lust auf einen burgenländischen Frizzante oder Welschriesling und ein Schmalzbrot.
Leben: Aufbruch, raus aus der Resignation, tu was für deine Zukunft – Slogans die dieses Lied wohl gut beschrieben. Für alle Leute die die restlichen 50 Jahre ihres Lebens in ihrem Selbstmitleid versinken wollen. Ein wichtiges Thema. Warnung: Erhöhtes Hupfpotenzial. Dieses Lied schmeckt aufregend wie ein Kristallweizen, ein Gewürztraminer oder wie Stadtwurst mit Musik.
If i fell – ein Liebeslied aus dem Jahre 2015 als Feilinger noch auf Fränglisch textete. Schon jetzt ein Klassiker. Zu einem so romantischen Lied empfiehlt Feilinger einen Sankt Laurent Meisterstück vom Weingut Neff in Podersdorf sowie ein Kümmelbratenbrot.
Andre Länder andre Titten: Hart aber wahr, wahr und doch so hart. Ein feministisches Lied, das zahlreiche sexistische und verachtenswerte Floskeln so mancher widerwärtiger gesellschaftlicher Ecken aufgreift. Ungeschönt, kantig, empörend, skandalös. Leider hört man so einen sexistischen Schwachsinn viel zu oft – gebündelt in diesem Lied wirkt diese Art von Dummheit möglicherweise noch etwas deutlicher und verachtenswerter. Und vielleicht bringt es den ein oder anderen „Witzbold“ zum Nachdenken. Danach braucht es erst mal einen Schnaps. Feilinger empfiehlt Marille oder Treber. Und natürlich Bratwerscht und dunkles Bier.
Des is Roggen Roll – das ist für Manuel Feilinger mehr als nur eine Floskel – es ist vielmehr seine Lebenseinstellung. Sinngemäß ist selbstverständlich Rock’n’Roll gemeint, doch so sagen tut man das in Franken ja eh nicht.
Roggen Roll im Sinne von Feilinger ist hoch ansteckend, unberechenbar, energiegeladen, weltoffen, lebensbejahend und wirkt dabei ungemein befreiend. Roggen Roll lebt – von Improvisation, Liebe, Sehnsucht, Hoffnung, Frieden, der liebenswerten Stille und den Augenblicken an denen alles passt.
Und wenn es für dich passt, dieses Bier aus Kulmbach oder einen Hugo zu trinken ist das für Feilinger auch zur Not noch im Sinne des Roggen Roll. Das Album ist zu jeder Jahreszeit zu empfehlen und passt ideal zu verschiedensten Genusserlebnissen. Hör das Album entweder am Stück durch oder genieß jedes Lied einzeln mehrmals mit der passenden Gaumenfreude.
Zu den Songs ist zu sagen, dass sie stets echten Gefühlen, Gedanken und Erlebnissen entsprangen und somit ein hohes Maß an Intensität und Authentizität gegeben ist. Feinste fränkische Liedermacherei eben.
Horch halt amol nei! Drehs auf!
Die EP „Zeit wird’s“ wurde im September 2020 im Proberaum von Feilinger (& Friends) im Bayreuther Umland aufgenommen.
Es handelt sich hierbei um eine abwechslungsreiche, energiereiche Portion Rock’n’Roll, mit Elementen von Ska, Blues & Beatmusik (oder einfach Indie-Rock?).
Oder wie Feilinger sagen würde: “Des is Rock’n’roll“.
Seine Musik eignet sich ausgezeichnet zum Entspannen, Hupfen, Tanzen, Lachen, oder zum Genuss von Getränken jeglicher Art und ist somit der perfekte Begleiter für den Alltag.
Thematisch geht es in den Liedern der EP um diverse Situationen der allseits bekannten, abwechslungsreichen sowie fulminanten Zweisamkeit.
Damit verbunden, werden Gefühle und Situationen beschrieben, die mit Begriffen wie Sehnsucht, Liebe, Hoffnung, Lebensfreude, Melancholie oder Wein in Einklang stehen.
Seine Texte entstehen überdies immer aus tatsächlich stattgefundenen Gedankenspielen, Erfahrungen und Situationen.
Dabei versucht Feilinger stets so ehrlich zu sein, wie es ihm möglich ist.
Nicht mehr und nicht weniger.
Genießt die Musik, denn das schadet ja nicht.
